Sing mir das Lied vom Tod

Nord-Bali. 23:36 Uhr. Ortszeit.

Den fremdartigen Klängen folgend laufen wir durch die warme Nacht. Hier ruft kein Muezzin zum Gebet; hier ist jemand gestorben. Das Klagelied ist meilenweit zu hören und führt uns immer weiter hinaus in die Reisfelder. Der Pfad, auf dem wir gehen, und die Umgebung sind nur schemenhaft für die Augen erkennbar. Der Gesang leitet uns durch die Dunkelheit und soll die Seele des verstobenen Balinesen befreien. Ein gruselig schöner Moment, in dem wir die Luft anhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.