Ferry Sorgas

Ferry Sorgas

Ferry Sorgas redet ohne Unterbrechung. Die Lachkrämpfe, die den Alten dabei alle 30 Sekunden schütteln, sind so ansteckend, dass wir Tränen in den Augen haben. Was Ferry redet und worüber er so lachen muss, das weiß hier keiner. Denn dieser überaus charismatische Mann hat seine eigene Sprache und scheint damit einer der glücklichsten Menschen der Welt zu sein. Wir vermuten hinter dem Gebabbel eine Mischung: Niederländisch, Pidgin aus Neuguinea und indonesisch, doch ganz sicher sind wir uns nicht.

Sorgas bedeutet Himmel und dieser Kollege ist in seiner Entrücktheit dem Himmel gefühlt näher als die meisten Anderen. Keiner weiß, ob Ferry uns versteht, es scheint aber so. Am witzigsten findet er eindeutig seine eigenen Geschichten, die er gerne mit allen teilt.

So sitzen wir mit dem Jayapura-Altherren-Club, allesamt Relikte aus der Kolonialzeit, stundenlang auf dem Marktplatz zusammen. Früher war alles besser und überhaupt sollte Papua endlich von Indonesien los – aber das sagt hier keiner laut. Außer Ferry vielleicht …

Dass dieser Charakter in unserer Tonlos-Kategorie landet, ist eine Schande. Wir könnten uns immernoch Ohrfeigen, dass wir von Ferry keine Aufnahme haben. Sorry!

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